Hexenbeschuldigung ist ein wachsendes Problem in vielen afrikanischen Ländern, besonders in Nigeria.

Ursache der Hexenbeschuldigungen kann zum Beispiel der Tod eines Familienmitgliedes sein. Oder auch schlechte Ernte, Verlust des Jobs, Unfruchtbarkeit. Laut traditionellem afrikanischem Glauben hat alles eine übernatürliche Ursache und es sind häufig Kinder, die zum Sündenbock gemacht werden.

Der traditionelle afrikanische Glaube
Innerhalb der letzten 50 Jahre sind in Nigeria viele neue selbstständige Kirchen mit Wurzeln in der Pfingstbewegung entstanden. Die Kirchen sind charismatisch und es werden rhythmische Gesänge und Tänze in den Gottesdiensten unternommen. Sie legen auf Heilung durch Handauflegen sowie die Fähigkeit in Prophezeiungen zu reden, wert. Und im Gegensatz zur offiziellen Pfingstkirche geben die Kirchen dem traditionellen afrikanischen Glauben an Hexen, Hexerei und schwarze Magie Platz.

Hexenjagt
Der Glaube an Hexen, Hexerei und schwarze Magie existiert nicht nur in Afrika. Er existiert in der ganzen Welt und ist nicht ein dezidiert „afrikanisches Ding“. Hexenjagt geht mehrere hundert Jahre zurück und man trifft diese auch in der dänischen Geschichte. Jedes Jahr verbrennen die Dänen Hexen zu Sankt Hans. Millionen unschuldiger Menschen sind in der Weltgeschichte auf Grund von Aberglauben und Hexerei umgebracht worden. Am schlimmsten hat dieses Kinder und Frauen getroffen.

Der Aberglaube in Nigeria ist in den Staaten Cross River State, Rivers State und Akwa Ibom, wo DINNødhjælp arbeitet, am größten. In Akwa Ibom wird die Christentum Auffassung der Pfingstbewegung mit einheimischen Stammesreligionen zu einem lebensgefährlichen Cocktail vermischt, welcher den Glauben an Hexen und Hexenaustreibung involviert.